Stiftung Geld und Währung

Mit Wirkung vom 1. Januar 2002 wurde die Stiftung Geld- und Währung als rechtsfähige Stiftung des öffentlichen Rechts errichtet. Ihr Sitz ist Frankfurt am Main. Nach den rechtlichen Grundlagen besteht der Zweck der Stiftung darin, das Bewusstsein der öffentlichkeit für die Bedeutung stabilen Geldes zu erhalten und zu fördern.

Die Stiftung betreibt nicht selbst Forschung, sondern fördert insbesondere die wirtschafts- und rechtswissenschaftliche Grundlagenforschung auf dem Gebiet des Geld- und Währungswesens finanziell. Sie leistet damit einen Beitrag zur wissenschaftlichen Fundierung der Notenbankpolitik sowie auch makroökonomisch relevanter Regierungsvorhaben im Bereich der Banken und Finanzmärkte.

Stiftungsrat
Am 18. Januar 2002 traf sich der Stiftungsrat (links: Dr. Reiner König, Prof. Hermann Remsperger und Dieter Haferkamp).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Förderprogramm der Stiftung hat im Wesentlichen die Finanzierung von Stiftungslehrstühlen zum Gegenstand, die an deutschen Universitäten errichtet und zu einem Forschungsinstitut verknüpft werden sollen. Des Weiteren werden Stipendien und Einzelprojekte finanziert sowie Konferenzen  bezuschusst. Die Stiftungsmittel werden in der Regel auf der Grundlage von Ausschreibungen vergeben.

Der Stiftungsrat beschließt über alle grundsätzlichen Fragen, die zum Aufgabenbereich der Stiftung gehören. Er bestellt den Vorstand, der für die laufenden Geschäfte und die Außenvertretung der Stiftung verantwortlich ist. Die Arbeit der Stiftung wird unterstützt durch einen externen Geschäftsbesorger. Die Verwaltung des Stiftungsvermögens erfolgt durch die Deutsche Bundesbank.

  • Dr. Hermann Remsperger - Vorsitzender des Stiftungsrats

  • Dr. Reiner König - Vorsitzender des Stiftungsvorstands

Konstituierende Sitzung des Stiftungsrats und des Stiftungsvorstands

Die im Jahr 2001 ausgegebene 1-DM-Goldmünze macht sicher ihren Besitzern Freude. Doch der Verkauf der Münze diente einem höheren Zweck. So floss ein Teil des Nettoerlöses, nämlich 51 Mio. Euro, in die Stiftung "Geld und Währung", deren Gründung am 18. Januar 2002 feierlich begangen wurde. Der gesetzlich formulierte Zweck der Stiftung ist, "das Bewusstsein der öffentlichkeit für die Bedeutung stabilen Geldes zu erhalten und zu fördern". Am Spätnachmittag des 18. Januars 2002 wurde dann gefeiert. 120 Gäste kamen zur Gründungsfeier Frankfurt.

Bild der Gruendungsfeier
Links im Bild: Dr. Johannes Hoffmann und Gerhard Ziebarth von der Bundesbank im Gespräch mit EZB-Chefvolkswirt Otmar Issing

Insbesondere die wissenschaftliche Forschung Geld- und Währung will die Stiftung durch die Einrichtung eines universitären Forschungszentrums sowie auch mit Stipendien und Zuschüssen voranbringen. Dabei hat sich die Stiftung das Ziel gesetzt, die internationale Präsenz deutscher Wissenschaftler zu stärken. Der Stiftungsrat, der ebenfalls am 18. Januar 2002 zu seiner konstituierenden Sitzung in der Bundesbank zusammentraf, besteht aus sieben Mitgliedern. Die Bundesbank bestellte als erste Stiftungsratsmitglieder die Direktoriumsmitglieder Dieter Haferkamp und Prof. Dr. Hermann Remsperger (Vorsitz), Prof. Dr. Paul Kirchhof von der Universität Heidelberg, Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen von der Universität Frankfurt und Prof. Dr. Jürgen Wolters von der Freien Universität Berlin in das Gremium, das Bundesministerium der Finanzen berief Harald Engelmann und Dr. Albert Peters. Ein ebenfalls aus der Taufe gehobener Stiftungsvorstand (Vorsitz Dr. Reiner König) ist für die laufenden Geschäfte und die Außenvertretung verantwortlich.

Am 13. Juni 2007 trafen sich die Gremienmitglieder zur Stiftungsratssitzung im Hause der Deutschen Bundesbank in Frankfurt.

Gruppenfoto
Von links: Dr. Reiner König und Franco Bettin (Vorstand), Berthold Leber, Prof. Dr. Hermann Remsperger, Prof. Dr. Franz-Christoph Zeitler, Prof. Dr. Jürgen Wolters und Prof. Dr. Jan Pieter Krahnen (Stiftungsrat)